Generation Flaschenkind

Wir werden damit groß: Die Flasche. Egal in welchem Alter, wir lieben Flaschen.
Aber dann, wer kennt das nicht: Der leidige Gang zum Supermarkt steht bevor. Doch wo sind die ganzen Flaschen?
Man staubt durch die Wohnung, um die vielen Pfandflaschen zusammenzuklauben, die sich wie durch Zauberwand überall verteilen.

petVollbepackt mit tonnenweise Flaschen bahnt man sich dann mühsam den Weg bis zum nächsten Supermarkt. Wenn man dort endlich angekommen ist, reiht man sich in die Schlange an der Pfandrückgabe ein und ärgert sich, dass der Vordermann so viele Flaschen hat und der Container sicher voll ist, bis man selbst dran kommt (was meiner Erfahrung nach immer dann passiert, wenn man gerade sowieso in Eile ist).
Und wofür das Ganze?

Ja irgendwie werden die Flaschen doch recycelt. Aber habt ihr euch schonmal gefragt wie?

Das PET-Flaschen Recycling
PET – Das steht für Polyethylenterephthalat und ist das Material, aus dem die Einweg-und Mehrwegflaschen bestehen.

Einwegflaschen sind die dünnwandigen Flaschen, die in der Leergutsammelstation sofort zusammengepresst werden. Mehrwegflaschen sind etwas dickwandiger und werden einige Male gespült und wieder befüllt, bevor sie das Zeitliche segnen.

Nachdem wir die Flaschen in die Leergutsammelstation gegeben haben, werden diese entweder

  • als Feuerungsmittel in Müllverbrennungsanlagen oder Heizkraftwerken genutzt

oder

  • aufbereitet (als Granulat) und wieder zur Herstellung verschiedener Produkte verwendet.

Aus dem Granulat können in Kombination mit anderen Kunststoffen z.B. neue Getränkeflaschen, Textilfasern oder Plastikteile entstehen.
Ein interessantes Video hierzu gab es diese Woche im Rahmen der Green Seven Week auf ProSieben: Wie ökologisch sind PET-Flaschen?

Und obwohl wir die Flaschen fleißig recyceln, bleibt trotzdem die Frage, wie ökologisch die Flaschen an sich sind, denn nicht jedes Land hat ein Recycling-System für Einwegflaschen. Und so landen leider sehr viele Plastikflaschen an Orten, an die sie nicht gehören. Der WWF hat hierzu einen sehr anschaulichen Artikel veröffentlicht, den ihr unbedingt lesen solltet: WWF – Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll
Darüber hinaus verbraucht die Herstellung von immer neuem Plastik für die Flaschen Rohstoffe und die Produktion schadet dem Klima.

Was also tun?leitungswasser1

Es gibt meiner Meinung nach eine ganz simple Strategie: Plastikflaschen meiden, in dem man z.B. auf Glasflaschen umsteigt.

Die noch ökologischere Alternative: Leitungswasser trinken.
Seit ich die Dokumentation „Flow-Wasser ist Leben“ gesehen habe, habe ich mein komplettes Trinkverhalten umgestellt. Wir haben eine wirklich gute Trinkwasserqualität in Deutschland. Und Leitungswasser lässt sich super aufpeppen, in dem man z.B. einen Schuss Saft oder ein paar Limetten-/Zitronenscheiben ins Wasser gibt. Probiert’s doch einfach mal aus!

Und ein kleiner Tipp für alle, die zu Hause Plastikflaschen ohne Pfandrückgabe finden: Plastikflaschen kann man super upcyceln. Egal ob Pillendose, Pflanzensitter, Vasen, Posterrolle,, Minigewächshaus, Kerzenständer oder Vorhang: Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 

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