Alles für die Tonne?

Jeder kennt es: Der Urlaub oder eine Geschäftsreise stehen kurz bevor und der Kühlschrank ist noch voll. Bis man zurückkommt, sind viele Lebensmittel verdorben. Aber Wegschmeißen?food

Lt. der Verbraucherzentrale NRW werden in Deutschland werden jedes Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. 11 Millionen! Und das sind Lebensmittel, die eigentlich noch genießbar sind!
Schlimmer noch: Etwa die Hälfte aller angebauten Lebensmittel werden gar nicht erst an uns Konsumenten verkauft, weil sie nicht den „Normen“ der Lebensmittelindustrie und/oder der Supermärkte entsprechen. Aber weggeworfen wird nicht nur von Supermärkten, Bäckereien etc., sondern in großen Teilen auch von uns, den Otto-Normalverbrauchern. Warum? Die Gründe sind vielfältig und jeder kennt sie, da muss ich nicht viel erzählen.
Aber mit Wegschmeißen ist jetzt Schluss! Wie? Folgend findet ihr Initiativen, Tipps und Ideen gegen Lebensmittelverschwendung:

  • Auf Foodsharing.de, einer Internetplattform könnt ihr Lebensmittel, die ihr nicht mehr aufbrauchen könnt, einstellen und jeder, dem für sein Gericht z.B. noch eine Zutat fehlt, kann sich bei euch melden und das Produkt abholen. Schaut mal rein! Und dann einfach Anmelden und Ausprobieren!foodsharinglogo©Foodsharing.de
  • Die Verbraucherzentrale Bayern bietet ein „Abfalltagebuch“ an, mit dem man sich bewusst machen kann, wie viel Abfall man tatsächlich produziert. Ist etwas aufwändig, aber führt einem ganz klar vor Augen, dass man an der ein oder anderen Stelle noch etwas am eigenen Verhalten ändern kann.

Ein weiterer guter Schritt ist derzeit von der EU in Planung: Die Abschaffung des Mindesthaltsbarkeitsdatums. Natürlich gilt dies nicht für alle Produkte aber die Palette der Lebensmittel, die kein Mindesthaltbarkeitsdatum haben, soll in Zukunft zumindest erweitert werden. So landen vielleicht bald zumindest keine noch essbaren Nudeln, Kaffee o.ä. mehr ungenutzt im Müll.

Weitere Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen:

Dokumentationen zum Thema Lebensmittelverschwendung, die meine Sichtweise verändert haben:

 

Facebook-Gruppen, über die ihr informiert bleiben könnt:waste

Weitere interessante Artikel zum Thema Foodsharing & Co.:

Wichtig ist, dass WIR etwas tun. Wir müssen hinterfragen, uns informieren, umdenken und handeln. Wenn wir unser Kaufverhalten nicht ändern, wird sich auch an dem Problem – der massigen Verschwendung – nichts ändern.

Wir als Verbraucher haben können letztlich die Industrie nicht alleine zum Umdenken bewegen, aber mit unserem Handeln Anregungen geben, z.B. in dem wir Supermärkte bewusster besuchen, Obst und Gemüse selbst anbauen, direkt bei den Erzeugern einkaufen, Lebensmittel mit anderen teilen usw.

Ihr habt weitere Ideen, was man noch so alles gegen die Lebensmittelverschwendung tun kann? Ihr nehmt an einer coolen Aktion teil oder habt grad eine spannende Doku gesehen? Dann freue ich mich auf eure Kommentare!

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4 Gedanken zu “Alles für die Tonne?

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