Plastikmüll – notwendiges Übel oder vermeidbare Umweltsünde?

Plastik ist aus unserem heutigen Leben kaum noch wegzudenken. Es ist überall!

plastik(Leider) wirklich überall! Egal, ob in Apotheken, Drogeriemärkten oder sonstigen Einkaufsläden, es wird einem z.B. automatisch fast immer eine Plastiktüte angeboten. Und die meisten von uns nehmen den praktischen kleinen Transporteur gerne, ohne weiter groß darüber nachzudenken, welche Auswirkungen das hat.

Viele Haushaltsartikel bestehen außerdem aus Plastik und auch sonst findet man Plastik in jedem nur möglichen Lebensbereich.

Und wer am Strand spazieren geht, wird ihn dann wahrscheinlich schon sehen: Angeschwemmten Plastikmüll – das unschöne Ende unseres Plastikkonsums. Denn in den Meeren schwimmen mittlerweile kilometergroße Müllstrudel. Und dieser Müll landet folglich in den Mägen von Meeresbewohnern und Seevögeln, die qualvoll daran verenden (ausführlicher Report vom WWF zu diesem Thema hier.)

Auch in Wäldern, an Straßenrändern und auf den Straßen selbst ist er anzutreffen, unser unschöner Nachbar, der Plastikmüll. Wenn man bedenkt, dass wir in 2050 bereits 9 Millarden Menschen sein werden, ist die Aussicht auf eine zugemüllte Welt relativ wahrscheinlich. Aber wollen wir das?

Die gute Nachricht: Noch ist es nicht zu spät. Wenn wir alle etwas ändern, dann können wir die totale Vermüllung zumindest noch einschränken. Aber dafür müssen wir uns das Problem Plastik in unserem eigenen Alltag bewusst machen und handeln.

Beispiel Plastiktüte: Diese hat meist ein relativ kurzes Leben. Wir transportieren unsere Einkäufe nach Hause. Wenn der Henkel oder die Tüte an sich noch nicht gerissen ist, nutzen wir sie vielleicht noch einmal um etwas zu transportieren oder verwenden sie zumindest als Müllsack für unseren Plastikabfall. Oft sind die Tüten aber so klein, dass sie zuhause plötzlich keinen Sinn mehr für eine weitere Verwendung ergeben und sie landen im Abfall.

Tipp: Versucht einmal (z.B. eine Woche lang) ganz bewusst darauf zu schauen, wie viel Müll ihr produziert und geht danach bewusst einkaufen mit möglichst wenig Verpackung. Dann könnt ihr die beiden Wochen ganz gut vergleichen und ihr werdet sicher einen ganz schönen Unterschied merken.

Aber wie lässt sich der Müll denn überhaupt vermeiden? Verpackungen sind doch allgegenwärtig oder?

Hier einige Beispiele aus verschiedenen Lebensbereichen:

Essen & Trinken
* Keine Verpackung in der Verpackung kaufen
* Leitungswasser trinken statt Plastikflaschen kaufen (auf PET Link verlinken) etc.)
* Entdeckt Wochenmärkte für euch. Obst und Gemüse einfach in euren Einkaufskorb, für die Eier immer an eure Eierwabe aus der Vorwoche denken und für Fleisch, Käse und Fisch entsprechende Frischhaltedosen mitbringen.tüte

Hygiene
* Statt Haarshampoo aus der Plastikflasche lieber ein festes Shampoo mit Mehrwegdose nutzen (z.B. von Lush).

 Einkauf:
*Statt auf Plastiktüten zurückzugreifen, denkt vor dem Einkauf an euren Korb oder eine Jute-Beutel.

*Für ungeplante Spontaneinkäufe lohnt es sich, eine faltbare Tasche dabeizuhaben. Passt in jede (Hand-) Tasche.

Viele weitere gute Tipps findet ihr auf den folgenden Websiten:

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Plastikmüll sich vermeiden lässt. Und wenn er dann doch anfällt gibt es ganz viele tolle Möglichkeiten ihn weiterzuverwenden (Stichwort Upcycling), wie z.B. dieses praktische Aufbewahrungstäschchen aus Shampoo-Flaschen.

Und vielleicht habt ihr sogar das Glück in einer der wenigen Städte zu wohnen, in denen es schon verpackungsfreie Supermärkte gibt.

Interessante Dokumentationen zum Thema Müll:

Ihr habt weitere Tipps wie sich Plastikmüll vermeiden lässt? Immer her damit!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s