Lecker, frisch und bunt – Der Wochenmarkt

IMG_6029nkSo, jetzt habe ich schon einige Male erwähnt, wie toll es ist auf einem Wochenmarkt einzukaufen und deshalb muss ich euch heute „meinen“ Sendlinger Wochenmarkt einfach mal vorstellen.

Samstag ist Markttag und fester Bestandteil in meinem Kalender, denn der Marktbesuch ist jede Woche Auftakt für eine Schlemmerwoche.

Aber ich finde den Markt nicht nur toll, weil ich danach ein leckeres Samstagsfrühstück geniessen kann, sondern weil der Markt viele Vorteile mit sich bringt:

* Frisch, lecker und bunt: Frisches Gemüse aus der Region, leckeres selbst gebackenes Brot vom Bäckermeister oder auch mal ein bunter Strauß Frühjahrsblumen bringen gute Laune.

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*Große Auswahl:IMG_6034nk Egal ob Käse, Wurst, Fisch, Nudeln, Eier, Obst, Gemüse oder Brotaufstrich, auf dem Markt bekommt ihr fast alles, was das Herz begehrt. Und wo ihr im Supermarkt meist nur zwischen 2 oder 5 kg Kartoffeln auswählen könnt, habt ihr auf dem Markt die Qual der Wahl zwischen verschiedensten Sorten aus der Region und ihr könnt euch durch Raritäten wie lila farbene Trüffelkartoffeln probieren.

* Qualität: Den Marktleuten, die ich kennengelernt habe, liegt die Qualität der Waren wirklich sehr am Herzen. Es geht nicht darum, möglichst viel Ware möglichst billig zu verkaufen, sondern darum, gute und gesunde Ware zu einem fairen Preis anzubieten. So gibt es z.B. am Obst-und Gemüsestand keine Mango, die grün geernet wurde und mit dem Schiff nach Deutschland gebracht wurde (weil sie entweder noch nicht reif ist oder dann schnell kippt und im Müll landet), sondern eine Flugmango, die reif geernet wird und dann mit dem Flieger kommt. Das kostet zwar etwas mehr, aber der Geschmack ist einfach himmlisch. IMG_6044nkUnd am Fischstand z.B. gibt es nicht immer alle Fischarten, da hier streng auf Schonzeiten geachtet wird (kein Fischfang in der Zeit, in der die Fische laichen).

IMG_6007nk* Regional: IMG_6073nkOb Kartoffeln von Münchner Bauern, Äpfel vom Bodensee, Eier direkt vom Geflügelhof oder Honig aus der Umgebung, es gibt wirklich alles was das Herz begehrt, oft sogar bio und das Made in Germany!

* Saisonal: Mich fasziniert immer wieder, dass man auf dem Markt im Laufe eines Jahres hautnah den saisonalen Wechsel der Produkte miterleben kann. Im Supermarkt gibt es das Jahr über fast immer alles. Da werden Kartoffeln aus Ägypten, Honig aus Südamerika oder Äpfel aus Neuseeland eingeflogen. Saisonales Gemüse aus Deutschland wird teilweise aber verschmäht (und somit von den Supermärkten gar nicht mehr eingekauft), weil es irgendwie negativ behaftet ist. Und so finden sich auf deutschen Tellern immer weniger Schätzchen wie Schwarzwurzeln, Topinambur oder Pastinaken. Dabei hat das verkannte Gemüse viele wichtige Nährstoffe und kann heute richtig trendy zubereitet werden.
Das Kochen ist dadurch viel spannender und experimenteller und vor allem immer abwechslungsreich. Werft doch einfach mal einen Blick in den Saisonkalender und probiert mal was Neues aus!

* Infos: Wenn ihr in den Supermarkt geht und euch fragt, woher das abgepackte Rindfleisch kommt, wie das Fleisch verarbeitet oder wie das Rind gehalten wurde, bekommt ihr allenfalls die Information, die ihr der Verpackung entnehmen könnt. IMG_6074nkAuf dem Markt könnt ihr beim Metzger direkt einkaufen. Das Fleisch/ die Wurstwaren kommen aus eigener Herstellung und wenn das Rind einen Namen hatte, kann euch der Händler diesen wahrscheinlich sogar sagen. So wisst ihr ganz genau, was ihr einkauft.

* Es gibt gratis Kochtipps! IMG_6004nkEgal was ihr an welchem Stand kauft, ihr könnt die Händler immer darüber ausfragen wie das Produkt am Besten gelagert, verarbeitet / zubereitet wird und ihr bekommt richtige gute Geheimtipps, mit denen ihr eure Gäste in Staunen versetzen könnt. So gibt es bei mir mittlerweile keinen trockenen und zähen Fisch mehr, denn dank der netten Fischhändler hab ich den Trick aus!

* Auch nicht zu vernachlässigen: Man unterstützt das deutsche Handwerk / die kleinen Händler aus der Region und kann dadurch z.B. leckeres Brot direkt beim Bäckermeister kaufen, das mit viel Liebe und Hingabe gebacken wurde. Und glaubt mir, man schmeckt den Unterschied!

IMG_6009nk* Stärkung der deutschen Bauern: Wie letztens im Bauer Willi-Artikel erwähnt, herrscht ein großer Preiskampf mit ausländischen Anbietern, wenn deutsche Bauern versuchen ihre Produkte an Supermärkte zu verkaufen. Oft können die deutschen Bauern mit den günstigen Preisen der ausländischen Händler gar nicht mithalten und am Ende verenden die deutschen Kartoffeln auf dem Feld während wir importierte aus Ägypten essen.

* Müllvermeidung: IMG_5996nkAuf dem Markt kann man fast alles unverpackt einkaufen. Ob Aufstrich, Wurst oder Käse – Die netten Markthändler packen euch alles in eure mitgebrachten Gefäße und Behältnisse ein. Für das Brot einen Stoffbeutel mitnehmen und die Eierwabe jede Woche wieder neu befüllen lassen, so könnt ihr fast müllfrei einkaufen gehen. Am Ende alles in einen stabilen Tragekorb packen und schon muss man den lästigen Weg zu den Müllcontainern viel seltener antreten.

* Last but not least: Einkaufen mit Wohlfühlfaktor! Während die Mitarbeiter im Supermarkt teilweise gestresst wirken, weil alles schnell gehen muss und man an der Kasse mit Bezahlen und Einpacken kaum hinterherkommt, hat man auf dem Markt ZEIT. Eine Oase der Entspannung! So kann man während dem Einkaufen und Bezahlen ein Pläuschchen halten, Fragen zu Produkten stellen und bekommt am Ende ab und zu auch mal was gratis dazu. Und gute Laune gibts auch noch obendrauf, denn die Marktleute sind einfach alle unglaublich nett, fröhlich und entspannt. So macht Einkaufen Spaß oder?

IMG_6069nkTipp:IMG_6035nk Probiert’s doch einfach mal aus! Ich bin mir sicher auch in eurem Stadtteil / in eurer Nähe gibt es einen Markt (Münchner Wochenmärkte; Münchner Bauernmärkte).

Und wer Lust auf „meinen“ Markt bekommen hat, der sollte einfach mal samstags auf den Resi-Huber-Platz in Sendling kommen (ca. 08:00 – 13:00 Uhr). Dann könnt ihr die netten Händler von den Fotos ganz persönlich kennen und genauso lecker schlemmen wie ich. Eine Übersicht aller Händler findet ihr hier.*

Ihr seid vielleicht schon passionierte Marktgänger? Dann freue ich mich auf eure Erfahrungen und Empfehlungen, welche Märkte man auf keinen Fall verpassen sollte.

IMG_5989nk* Ich möchte am Rande hinzufügen, dass ich für keinen meiner Berichte von den jeweils genannten Personen, Institutionen oder Firmen irgendeine Art von Gegenleistung erhalte.
Dieser Artikel erscheint auch auf Facebook und Utopia.


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2 Gedanken zu “Lecker, frisch und bunt – Der Wochenmarkt

  1. Pingback: Grüner Abschied von München | how 2 become green

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