DIY – Duschgel ohne Mikroplastik

Ach für mich ist die Universität ein wirklich inspirierender Ort! Man hat so viele Möglichkeiten Projekte zu gestalten und zu verwirklichen, das macht richtig Spaß!

In einem meiner letzten Seminare habe ich mit meiner Gruppe an einer fiktiven Kampagne gegen Mikroplastik gearbeitet, denn dieses wird oft als die unsichtbare Bedrohung bezeichnet. Aber warum eigentlich?

Was ist Mikroplastik?
Bei Mikroplastik handelt es sich um Plastikpartikel, die kleiner als fünf mm sind. Sie finden Verwendung in Duschgels, Peelings, Kosmetika aber auch in der Industrie (z.B. in Schleifmitteln). Außerdem entsteht Mikroplastik durch die Verwitterung größerer Plastikpartikel. Dieser Prozess kann bis zu 600 Jahre andauern, da das Plastik zunächst nur porös wird und dann in immer kleinere Partikel zerfällt, die sich nicht mehr filtern lassen.

Warum stellt Mikroplastik eine Bedrohung dar?
Mikroplastik zieht verschiedene Risiken für die Umwelt und Lebewesen mit sich. So kann es zur Aufnahme von Mikroplastik über die Nahrungsaufnahme von Lebewesen kommen und dadurch zur Anreicherung oder zu Entzündungen im Verdauungstrakt, falls dieser nicht in der Lage ist, die Mikroplastik-Partikel auszuscheiden. Durch den Erstkonsumenten (z.B. der Verbraucher) gelangt Mikroplastik in die Nahrungskette (z.B. Flüsse und Meere) und über Zweitkonsumenten (z.B. Fische) bis hin zum Endkonsumenten (auf unseren Teller). Ein weiterer negativer Aspekt ist die Freisetzung von Additiven bei der Verwitterung von Plastik, welche toxisch oder hormonell im Körper wirksam sein können.

Was kann dagegen getan werden?
Um Mikroplastik zu reduzieren, ist eine Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren, wie der Politik, Umweltverbänden, den Medien, den Produzenten und den Konsumenten notwendig.

Wie könnt ihr Mikroplastik vermeiden?
In vielen Produkten, bei denen man es nicht vermutet, versteckt sich Mikroplastik. Der BUND hat deshalb einen Einkaufsratgeber herausgegeben, in dem man sich über die einzelnen Produkte informieren kann.
Auf vielen DIY-Seiten und Hausmittel-Ratgeberseiten findet ihr Rezepte und Anregungen, wie sich Mikroplastik vermeiden lässt. Dazu gehört aber nicht nur die Vermeidung von Kosmetika mit Plastikpartikeln, sondern natürlich auch die Eingrenzung des allgemeinen Plastikverbrauches im Alltag.

Unsere Kampagnenidee „Vom Duschgel bis auf den Teller“
Wir als Seminargruppe haben uns in die Lage einer NGO versetzt und einen Aktionstag mit Grundschülern geplant, denen über Experimente, Spiele und weitere Bildungsmaßnahmen die Problematik des Mikroplastiks näher gebracht werden könnte. Die Initiative „Let’s do it“ war unserem Konzept so begeistert, dass es direkt in ihr Aktionsportfolio aufgenommen wurde.

DIY Duschgel

Eines der von uns geplanten Experimente beinhaltet die Herstellung von mikroplastikfreiem Duschgel. Ich wollte Duschgel schon lange selbst einmal herstellen, da mich die Masse an Plastikverpackungen und die unklaren Inhaltsstoffe sehr stören. Durch das Projekt habe ich nun den perfekten Anlass gefunden und ich bin mir sicher, wenn ihr seht, wie einfach und günstig die Herstellung des Duschgels ist, wollt ihr es auch direkt mal ausprobieren!

 

Unter einer großen Auswahl an Rezepten habe ich mich für diese Rezept entschieden:

  • 20 g Kernseife
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 400 ml Wasser
  • Ätherisches Öl nach Wahl

Eine schöne Anleitung zur Herstellung findet ihr z.B. bei Smarticular.

Mein Fazit: Die Herstellung war sehr einfach, die Zutaten reichen (einmal gekauft) ewig und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Allerdings hat wurde mein Duschgel sehr zähflüssig und etwas glibberig, ich muss also noch etwas an der Herstellung tüfteln. Aber duschen lässt sich damit prima und es riecht fruchtig frisch.

 

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